Teilen oder nicht Teilen

Die verflixten Neunen

Wer auf Dauer beim Black Jack erfolgreich abschneiden will, der MUSS alle Optionen wahrnehmen, die seinen Gewinn erhöhen bzw. seinen Verlust reduzieren. Dazu gehört auch die Option des Teilen von Neunen, aber auch sonst die strikte Beachtung der Basisstrategie. Auch wenn die eine oder andere Entscheidung (ziehen mit Soft 18 gegen eine Neun und eine Zehn der Bank) auf den ersten Blick „seltsam“ anmutet. Nur die strikte Beachtung aller statistischen und mathematischen Gegebenheiten stellt sicher, das der Spieler optimale Ergebnisse erzielen wird.

Neunen sind zu teilen gegen eine 2, 3, 4, 5, 6, 8 oder 9 der Bank In allen anderen Fällen bleibt man stehen. Das ist fast alles was der Black Jack-Fan wissen muss, WARUM es eine gute Idee ist, eine vordergründig starke Punktzahl von 18 zu riskieren, um diese vielleicht gegen eine schlechte Hand oder gar zwei schlechte dagegen einzutauschen? 18 Punkte sind nicht so gut, wie viele Spieler denken, denn drei von fünf Punktzahlen, die die Bank, ohne sich zu überkaufen erzielen kann, schlagen die 18 Punkte (19, 20 und 21 Punkte).

Die Basisstrategie verlangt, Neunen in gewissen Situationen zu teilen. Der Gewinn einer bestimmten Konstellation zwischen Hand des Spielers und der Aufkarte der Bank wird so von der richtige Entscheidung maximiert. In diesem Fall sind 18 Punkte, wie erwähnt, zwar eine ganz gute Hand, die langfristig einen leichten Vorteil verspricht. 9 Punkte sind auch eine ausbaufähige Punktzahl,obwohl  obwohl die Gefahr besteht, dass nach dem Teilen beide Hände verloren gehen können. Aber das Teilen von zwei Neunen gegen die erwähnten Aufkarten der Bank bringt einen höheren Gewinn als eine Punktzahl von 18, Das Teilen bringt folgende Vorteile:

Der Spieler kann doppeln, wenn er nach dem Teilen auf eine Neun (oder beide) erhält und wenn er nach dem Teilen auf eine Hand oder auf beide eine 10 oder ein A erhält, steht er besser da als vorher mit seinen 18 Punkten.
Er kann weitere Verdoppelungsoptionen bekommen, wenn er  nach dem Teilen erneut eine Neun bzw. im besten Fall zwei Neunen bekommt.

Nach der Basisstrategie ist ein Paar Neunen gegen eine Neun der Bank ebenfalls zu teilen. In fünf von 13 Fällen verbessert man sich auf 19 oder 20 Punkte, etwa wenn man einer Zehn oder eines Asses zieht.  Statistisch gesehen erhält man in einem Fall von 13 Fällen eine Zwei, so dass man mit 11 Punkten verdoppeln kann. Eine Neun verändert nichts. Man hat ebenfalls 18 Punkte und kann eventuell teilen.

Die restlichen sieben Möglichkeiten von 13 verschlechtern die Situation. Die gute Nachricht dagegen ist, dass Teilen den Verlust hier langfristig reduziert. das bedeutet, jeder, der in dieser Situation teilt, verliert WENIGER als der, der nicht teilt! Die schlechte Nachricht ist, dass der Spieler mit zwei Neunen in dieser Konstellation auf jeden Fall im Nachteil ist.

Die Statistik zeigt, warum das Teilen von Neunen positiv, das von Zehnen jedoch verpönt ist.

Die Wahrscheinlichkeit für die Chancenverbesserung durch das Teilen von zwei Zehnen gegenüber den ursprünglichen 20 Punkten ist sehr gering, denn 20 ist eine viel stärkere Starthand als 18 und eine zweite Karte auf eine 10 bildet eine Hand, mit der NICHT gedoppelt werden kann.

Wenn der Spieler über zu wenig Kapital verfügt, um bei allen sich bietenden Gelegenheiten Neunen zu teilen, kann er dieseMöglichkeit auch teilweise nutzen und nur etwa bei eine einer Fünf, eine Sechs, eine Vier, eine Acht oder eine Drei u.a. als Aufkarte der Bank teilen, denn da sind die Gewinnaussichten am größten.

 

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